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Wenn es Nacht wird…


… dann leuchten abertausende Sterne über dem Ruhrgebiet. Doch durch die vielen Lichter in den Städten kann man davon selbst bei sternenklarem Himmel nur die am stärksten leuchtenden Himmelskörper erkennen. Viel tiefer ins All blicken kann man bei der rund einstündigen „Expedition Sternenhimmel“ im Zeiss Planetarium Bochum. Die Show erklärt dem Publikum den Sternenhimmel und zeigt sehenswerte Phänomene aus ganz anderen Perspektiven. Zahlreiche Exponate und Stationen mit Experimenten laden gerade Familien ein nach der Show noch zu bleiben und selbst etwas auszuprobieren. Das macht auch Erwachsenen Spaß, denn das Team des Planetariums um Prof. Dr. Susanne Hüttemeister hat sich einiges einfallen lassen, um den künstlichen Sternenhimmel zu einem besonderen Erlebnis zu machen.


Eigentlich muss man weit hinausfahren, um die Sterne funkeln zu sehen. Vom Gipfel hoher Berge kann man sie bewundern, vom Deck eines Schiffes mitten auf dem Meer und an anderen wenig belebten Orten außerhalb der Stadtzentren. Viel einfacher und unabhängig von Wetter und Wolkendecke ist das im Planetarium möglich. Vor Beginn der Show machen es sich die Zuschauer auf gemütlichen Sesseln bequemen. Je nach Reihe lassen diese sich unterschiedlich weit nach hinten klappen, sodass man möglichst viel vom an die kuppelförmige Decke projizierten Sternenhimmel sehen kann. Bei der „Expedition Sternenhimmel“ beginnt die Show mit dem Panorama von Bochum. Im Abendlicht sieht man andere Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dann wendet sich der Blick zum Himmel. Während eine sanfte Stimme fachkundige Informationen gibt, kann man einen funkelnden Sternenhimmel sehen. Zeit und Raum sind für die Technik im Planetarium nur Stellschrauben, an denen man drehen kann. So erleben die Zuschauer eine beschleunigte Sonnen- und Mondfinsternis und folgen Sternschnuppen bei ihrer Reise durch den nächtlichen Himmel. Ausführlich erklärt werden auch die verschiedenen Tierkreiszeichen und Sternbilder. Neben bekannten Bildern wie dem „großen Wagen“ gibt es unzählige andere. Doch nicht nur die schönen Bilder machen den Besuch im Planetarium lohnend. Es gibt auch eine Menge an kurzweilig vermitteltem Wissen. So erfährt man, dass die Sterne eines Sternbildes viele Lichtjahre auseinanderliegen können. Man sieht die Milchstraße von außen. Man erfährt, warum es manchmal so wirkt, als würden Planeten ihre Laufbahn scheinbar willkürlich ändern und sich plötzlich in die andere Richtung bewegen. Schon immer waren die Sterne für die Menschen faszinierend. Deshalb werden in der Show auch Bilder von einem Tempel im heutigen Irak gezeigt, in dem man schon vor langer Zeit die Beobachtung der Sterne in den Mittelpunkt stellte. Bis zu 9.000 Sterne kann die moderne Projektortechnik zeitgleich in die riesige Kuppel projizieren, unter der bis zu 260 Gäste Platz finden. Wer die Sterne liebt, kann sie im Planetarium Bochum bei einer der Shows sehen – oder gleich unter Sternen heiraten, denn auch für diesen schönen Anlass wird der Kuppelbau in der Nähe des Ruhrstadions vermietet.



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