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Bang. Boom. Wow.


Genau zur richtigen Zeit, in der viele Firmen, Familien und Freundeskreise gemeinsam ausgehen, setzt das Bochumer et cetera Varieté auf eine ungewöhnliche Mischung aus Wissenschaft, Artistik und Humor. Bis zum 25. Februar 2018 raucht, qualmt und knallt es auf der Bühne, wenn die Wissensexperimente der Physikanten nahtlos übergehen in atemberaubende Artistik. Auch das Publikum darf mitmachen – und mit seinen Tischnachbarn über naturwissenschaftliche Phänomene ins Gespräch kommen.


Bang. Erstmals stehen die Wittener Physikanten im et cetera auf der Varietébühne. Prof. Dr. Mechthild Liebermann und ihr Assistent präsentieren auf der Bühne eindrucksvolle Phänomene. Kann man mit Strom eine Gurke zum Leuchten bringen? Wird ein Fass voller Wasserdampf explodieren, wenn man es mit kaltem Wasser übergießt? Wie weit fliegen Rauchkringel durch die Luft, wenn man ihnen genügend Schwung verleiht? Das sind nur einige der ausgewählten Experimente, die das ungleiche Duo begleitet von flotten Sprüchen und kurzweiligen Auflösungen vorstellt. Das Publikum darf mitraten. Gewinnspielkarten auf den Tischen stellen verschiedene Ausgänge der Experimente zur Auswahl. Welche richtig ist decken die Physikanten jeweils auf und bieten ihrem Publikum so die einmalige Chance Lücken im naturwissenschaftlichen Wissen zu schließen. Da die beiden echtes Wissen und unterhaltsame Comedy verbinden, haben die Gäste dabei eine Menge Spaß.

 

Boom. Gekonnt eingestreut hat Regisseur Detlef Winterberg die Auftritte der Artisten. Emma Phillips ist im Luftring und bei einer Antipoden-Nummer zu sehen. Dabei wirbelt sie zwei geöffnete Schirme mit einem Fuß durch die Luft und jongliert nebenbei mit der Hand ein buntes Tuch. Auch einen ganzen Tisch bringt sie mit den Füßen in Bewegung. In der Luft zeigt sie eine gelungene Choreografie mit vielen poetischen Momenten. Hoch hinaus geht es auch bei Marco Nouri an den Strapaten. Er hat seinen trainierten Körper mit goldglitzernden Accessoires versehen. Höhepunkt ist ein Spagat zwischen den beiden Strapaten. Eine Mischung aus Handstandakrobatik und Hula-Hoop zeigt Rosalie Held. Sie lässt den Ring um ihren Körper und über den Boden tanzen und beweist Kraft und Körperbeherrschung. Artistischer Höhepunkt des Abends ist die der Auftritt der „Jump ´n´ Roll Group“. Die in schwarz-weiß gestreiften Kostümen auftretenden Artisten sind mit Sprungstelzen ausgerüstet. Mit diesen springen sie nicht nur übermenschlich hoch, sondern auch mehrere Salti. Das Publikum im et cetera ist genau wie die Jury beim Zirkusfestival in Riga begeistert von den Ukrainern.

 

Wow. Zum Staunen gibt es eine Menge bei der gelungenen Mischung aus klassischem Varieté und Wissenschaftsshow. Die passt gut in die Jahreszeit, in der viele Gäste nicht zu zweit, sondern in kleineren und größeren Gruppen zu Gast sind. Die Experimente und Auftritte schaffen so Anlass für Gespräche und das gemeinsame Staunen einen guten Einstieg in die vielleicht noch anschließende Feier. Karten für die Show gibt es telefonisch (0234/13003), an der Abendkasse und über Internet ab 20 Euro.



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